2 konzentrierte Läufe bringen Kombinationssieg in der Westfalenhalle!
Viel zu früh riss mich der Wecker am heutigen Morgen aus dem Schlaf. Selbst meine schwarz-weiße Heldin meinte, dass es zu früh wäre für Aktivitäten. Ein Blick aus dem Fenster versprach auch nix Gutes für den Tag. Dazu regnete es mal wieder Bindfäden. Doch alles knausern half nix. Wir hatten zwar alle drei Tage in der Westfalenhalle gemeldet, jedoch lediglich für freitags einen Startplatz ergattert. Also hieß es, raus aus den Federn und auf zur ersten Gassirunde. Meine beiden Mädels zog es jedoch nach wenigen Metern und der Erledigung ihrer Geschäfte zurück nach Hause, geradewegs ins Bett . Ich war nicht böse drum, so hatte ich wenigstens noch Zeit für ein Tässchen Kaffee zu Hause.
Glücklicherweise ist die Stadt deren Namen ich als "von Geburt an als Blau-Weißer Junge" kaum auszusprechen vermag, nicht allzuweit von unserem Wohnort entfernt und so machten wir uns erst um sieben Uhr auf in die Halle, direkt neben der Wellblechhütte. Aus dem Vorjahr war ich es ja gewöhnt, dass es reicht eine Viertelstunde vor Veranstaltungsbeginn anwesend zu sein, um dann direkt durch den Hintereingang in die Halle 4, direkt hinter den Showring zu gelangen. Der Verkehr auf der A44 & der B1 war ziemlich dicht und auch das Wetter trugen nicht unbedingt dazu bei, das Gaspedal am heutigen Morgen durchtreten zu können. Glücklicherweise fanden wir ziemlich schnell einen der wenigen kostenlosen Parkplätz, südlich und nur wenige Meter vom Eingang der Halle 4 entfernt. Box und Meldeunterlagen unter den Arm genommen, meine Heldin mit Stehohren an der Leine, ging es vorbei an den Parkplatzwächtern zum Eingang. Die einzige mir bekannte Person, die noch vor dem Eingang wartete, zog sich genüsslich einen Sargnagel rein. Dann teilte Sabine mir mit, dass heute alle den Haupteingang benutzen müssen. So ein Sch....! Vermutlich plagte Sie noch ihr schlechtes Gewissen über ihren Kommentar bei meinem A-Lauf Start in Soest, dass sie mir das Angebot machte, schon mal meine Meldeunterlagen mit reinzunehmen.
15 Minuten später waren wir dann auch endlich alle drin. Die Zuschauerränge waren noch recht leer und so hatten wir tolle Plätze in der obersten Reihe mit einem sehr schönen Blick auf das Geschehen. Es gab an diesem Morgen aber einige, die noch etwas später dran waren als wir. Diana mit Tess & Emma, welche wir in Dänemark kennen gelernt hatten, gesellten sich zu uns. Es begannen die Agility-Läufe der A1er & A2er ehe wir zur Parcourbegehung in den Parour geschickt wurden. Sabine die heute als Richterin am Werk war, hatte mal wieder einige nette aber trotzalledem anspruchsvolle Sachen gestellt. So mussten die Hude z.B. direkt vor der Wand her in den Slalom geführt werden und es gab einige versetzte Wellen. Zwei Stellen, an der viele Teams scheitern sollten.
Donna & ich gingen "mal wieder" als erstes A3er Team an den Start. Vom Start an weg war sie sehr konzentriert, sprang eng um die Hürden und war auf Grund des besch..... Teppichbodens zunächst mit angezogener Handbremse unterwegs. Nach einer Welle, ungefähr zur Hälfte des Parcoures, hätte ich besser französisch gewechselt um sie daraufhin in den Tunnel zu schicken. Bei meinem Belgier sprang mir Donna jedoch gegen das linke Bein, prallte dann quer daran ab, quer in den Tunnel. Leider schaffte sie den Tunneleingang nicht mehr. Das kostete uns eine Verweigerung. Alle anderen Stellen meisterten wir hervorragend, so dass dies am heutigen Tag unser einziger Fehler/Verweigerung bleiben sollte. Nach den A-Läufen hatten wir uns daher auf dem 5 Platz einsortiert.
Es folgte eine längere Pause im Programmablauf bis zu den Jumpings. Diese nutzten wir, um sinnlos Geld für Lamm,- & Ziegenohren, Ochsenziemern, Honignasen und Putenhälsen auszugeben. Natürlich hielten wir auch Ausschau nach poteniellen Erzeugern für den Dritthund, um es jedoch vorweg zu nehmen, wir wurden unter all den Fellmonstern mit langen Rücken und kurzen Beinen nicht fündig! So wie es derzeit ausschaut, wird dann wohl im nächsten Jahr doch was Kleines mit Stehohren aus der Alpenrepublik in Soest einziehen?! ;-)
Um 14.30 begannen so langsam die Vorbereitungen für die Jumpings der Leistungsklasse 3 und allmählich füllten sich die Zuschauerränge. Es freute mich besonders viele Soester Gesichter aus dem Welpen,- & Junghundekursen zu sehen, die extra zum Agilityparcour gekommen waren, um Donna die Pfoten zu drücken. Das erhöhte natürlich kaum den Druck auf uns als Team. Sabine hatte sich auch in diesem Jumping wieder einige Nickeligkeiten einfallen lassen. Einige mehr oder weniger versetzte Wellen und diverse Verleitungen wie sie einem Jumping 3 würdig waren. Daher hatten viele der Large-Teams mächtig daran zu knabbern. Abgesehen von Donna´s Frühstart, der mich nach so langer Zeit fast überrascht hätte, gelang uns der Lauf ohne nenneswerte Probleme. Am Ende fehlten einige Hundertstel um ganz nach vorne zu kommen, hatten aber auch nur wenige hundertstel Sekunden Vorsprung vor dem viertplatzierten Team.
Die Freude um den erneuten Platz auf dem Treppchen wurde noch dadurch getoppt, dass wir die wichtige Kombinationswertung aus A-Lauf und Jumping für uns entscheiden konnten. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht, was uns auch noch bis in den späten Abend hinein erhalten bleiben sollte, traten wir anschließend vollgepackt die Heimreise nach Soest an.
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