Donna & Peter gewinnen Jumping im Soester Stadtpark!
Der Uhrzeiger begrüßte bereits den neuen Tag, als ich endlich mit der Nachbearbeitung des Anfängerturniers und den Vorbereitungen des zweiten Turniertages fertig war. Noch einmal die Hunde rauslassen und dann ins Bett. Meine schwarz-weiße Heldin mit Stehohren folgte mir durch unser Wohnzimmer in den Garten nach draußen, wo es bereits seit mehreren Stunden wie aus Kübeln regnete. Dementsprechend stand mir meine Begeisterung für den kommenden Vormittag ins Gesicht geschriebn. Noch ein Regenturnier war unserem / meinem Verein nun wirklich nicht zu gönnen! Dementsprechend unruhig verlief die Nacht. An Frühstück war ebenfalls nicht zu denken, denn beim ersten Blick vor die Tür war ich mir sicher, dass der Sturm der letzten Nacht unsere Ausschilderung weggeblasen haben musste. Glücklicherweise hatten nur zwei Schilder dran glauben müssen. Ob im Stadtpark noch alles an seinem Platz war, war mein nächster Gedanke.
Die Zelte standen und auch der Platz machte einen besseren Eindruck als noch vor wenigen Minuten angenommen. Sollte sich die Schufterei der letzten Tage doch bezahlt gemacht haben? Obwohl es draußen noch nicht einmal richtig hell war, füllte sich der Platz am heutigen Tag mit Agilitysportlern aller erster Güte. Kein Wunder, schließlich hatte unser Verein ein 2er und 3er Turnier für den heutigen Tag ausgeschrieben. Wenig später kam auch Hege ums Eck gebogen, der mir am heutigen Tag die Prüfungsleitung abnehmen wollte, damit auch ich einmal mit meiner Heldin an einem heimischen Turnier teilnehmen konnte. Dann tauchte auch unsere Richterin Sabine Brocks auf und versuchte, auf Grund der Wetter,- und Bodenverhältnisse, erst einmal alles durcheinander zu wirbeln. Doch konnte ich sie davon überzeugen, dass das Wetter sich an diesem Tag halten würde, zumal ich am Abend vorher extra eine Kerze angezündet hatte. Ich ließ mich lediglich dazu überreden, dass die 3er an diesem Tag anfangen sollten. Ihr Vorschlag mit den A-Läufen zu beginnen, stieß dagegen bei uns auf wenig Gegenliebe.
So starteten wir mit den 3er Jumpings an diesem Tag. Der Startnummerglückshase hatte mir für den heutigen Tag die Startnummer 91 verpasst. ;-) Eins vorweg, es fühlte sich irgendwie komisch und ungewohnt an, als letzter Starter einer Klasse an den Start zu gehen. Der Druck der dann auf einem lastet, ist schon immens wenn man am Rande mitbekommen hat, dass selbst einige der Favoriten strauchelten oder nur mit Fehler durch den Parcours kamen.
Ich versuchte alles um mich herum auszublenden und so nahm ich weder Helges
Ankündigung noch die große Anzahl an Zuschauern und die vielen Blicke meiner Vereinskolleginnen und Vereinskollegen wahr. Als Sabines Richterfreigabe ertönte, spulten Donna und ich wie gewohnt unser Startritual ab. Dann machten wir uns auf den Weg. Nach wenigen Sprüngen kamen wir an die schwierigste Stelle. Mit viel Speed bewegten wir uns auf den Doppelsprung zu, welcher quer gesprungen werden musste, damit der Hund auch noch das nächste Hindernis nehmen konnte und nicht zu sehr durch seinen Hundeführer ausgebremst wurde. Viele Teams ließen gerade an dieser Stelle sprichwörtlich Federn. Als wir diese Stelle fehlerfrei gemeistert hatten, versuchte ich meine Heldin in diesem Tempo bis ins Ziel hinein weiterzuführen. Unsere Zeit, obwohl insgesamt nur die Drittschnellste, sollte immerhin die schnellste fehlerfreie Zeit an diesem Tag sein und somit für den Platz ganz oben auf dem Treppchen reichen.
Nun hatte auch endlich die Sonne ein Einsehen mit uns Soestern und strahlte wohl  mit mir bis zum späten Nachmittag um die Wette. Da machte es mir ehrlich auch nicht mehr allzuviel aus, dass Sabine mich beim Start des A-Laufes mit dem Kommentar "Jetzt kommt Donna & der Kugelblitz" aus meiner Konzentration riss und wir den Lauf völlig vergeigten. Dabei hätte auch dieser A-Lauf eigentlich wunderbar zu uns gepasst. Technische Raffinessen wechselten sich mit Tempostrecken für uns als Team ab, eigentlich so wie wir es lieben. Egal, dachte ich mir, als wir im Ziel waren, den Sieg im Jumping kann uns keiner mehr nehmen.
Die Fotos stammen aus der Linse von Monika Mozarski!
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