Peter und Donna verpassen knapp einen Platz auf dem Treppchen der Bundessiegerprüfung!
Der jüngste Landesverband des DVG hatte zum zweiten Mal in Folge die Ehre und Verpflichtung die Bundessiegerprüfung Agility austragen zu dürfen. Nachdem im Vorjahr die Lechfelder mit einer anscheinend top organisierten Veranstaltung eine "Steilvorlage" geliefert hatten, musste die Fetzigen Hunde in Obertraubling/Regensburg, alle Register des Könnens ziehen. Und wie nicht anders erwartet hatten sich die Fetzigen Hund" mächtig ins Zeug gelegt und am Samstag vor der Bundessiegerprüfung ein perfektes Turnier mit knapp 220 Startern und drei Richtern veranstaltet, auf dem wir mit zwei V5 sehr zufrieden abgeschnitten hatten.
Die Generalprobe, bei weiß-blauem Himmel und einer hoch motivierten Helfermannschaft, für die Bundessiegerprüfung war mit zwei V5 bereits mehr als gelungen und alle Anwesenden konnten sich von der perfekten Organisation und der überwältigten Stimmung im Stadion überzeugen. Das Starterfeld war aus der ganzen Republik angereist und der überwiegende Teil aus der Königsklasse A3, die am Tag vor der Bundessiegerprüfung nochmals ihre Chancen ausloten und die Handschrift der Richterparcours von Manfred Spiegel und Stephan Schega für die Bundessiegerprüfung vortesten wollten.
Als Richter für den Samstag waren Manfred Spiegel, Stephan Schega und Alexander Drahonovsky mit Richteranwärter Thomas Ebeling eingeladen. Manfred Spiegel und Stephan Schega waren für die Parcours der A3 und J3 verantwortlich und hatten uns mit anspruchsvollen und kniffligen Parcours überrascht. Ihre Leistungen als Richter waren souverän und immer gerecht und beide hatten am Rande immer Zeit für ein Späßchen und einen Smalltalk mit den Gästen aus der ganzen DVG-Familie, die von Flensburg bis Rosenheim angereist waren.
Am Sonntag war es dann soweit, die Bundessiegerprüfung Agility 2009 stand auf dem Programm. Nach der gelungenen Generalprobe am Vortag war die Anspannung und Aufregung nicht ganz so schlimm als befürchtet. Nachdem die beiden Richter Manfred Spiegel und Stephan Schega die Parcours auf den beiden Plätzen gestellt hatten, kam der große Moment. Alle Teilnehmer haben sich mit ihren Mannschaftsführern unter der jeweiligen Fahne ihres Landesverbandes gesammelt. Wir Westfalen bestachen hierbei als bunteste Truppe! Mit Musik erfolgte nun unter der Leitung von Elke Kraul der Einmarsch der Richter und Mannschaften ins Stadion. Nachdem alle ihren Platz eingenommen hatten, wurde die Veranstaltung durch DVG-Präsidentin Christa Bremer eröffnet.
In Ihrer gewohnt, charmanten Art bedankte Sie sich bei den Fetzigen Hund' für di
e Übernahme dieser Bundessiegerprüfung und gegrüßte alle Sportler aus Nah und Fern, wünschte der Veranstaltung einen glücklichen und fairen Verlauf. Nicht nur die Helfer, sondern auch die Sportler gingen alle hoch motiviert in den vor uns liegenden Tag. Wie schon am Samstag ließen die Helfer den Sonntag ebenfalls zu einem unvergesslichen Event werden. Auch am Sonntag hat das Wetter bei etwas bedecktem Himmel "mitgespielt" und die beiden Richter haben mit sehr ausgeklügelten Parcours die Teilnehmer auf die Probe gestellt und ihr Können abgefragt. Beide Herren hatten ein wachsames Auge über die Sportler und haben die Fehler erkannt, wobei sie immer sehr fair und sportlich gerichtet haben. Gestartet wurde mit den Jumpings und im Anschluss die A-Läufe in umgekehrter Reihenfolge, so dass wir nach unserem erfolgreichen Jumping als Viertletztes Team an den Start mussten.
Ich wusste, dass wir lediglich mit einer fehlerfreien Runde durchkommen mussten, um die einmalige Chance zu bekommen, um mit ein wenig Glück auf dem Siegertreppchen zu landen, aber auch um einen Startplatz auf der DHV Deutschen Meisterschaft zu erhalten. Es blieb also spannend bis zum Schluss unter den 195 Teams die am Start waren. Da die vor mir startenden Teams (Platz 12 bis 6 nach dem Jumping) ebenfalls patzten und der vor mir gestartete Ekkehard Schwarzkopf aus wasbeck mit einem V0 ins Ziel kam, war es nun an Donna und mir die Sache besser zu machen. Die erste und zweite Verleitung meisterten wir mit Bravour. Dann ging es über die A-Wand und ehe ich mich versah, war Donna schon unten und visierte das nächste Hindernis an.
Dabei hatte ich mich darauf eingestellt, Donna am Abgang zu kontrollieren. Sie sah mich am Gerät stehen bleiben und kehrte um ohne das nächste Hindernis zu nehmen, was uns natürlich eine Verweigerung einbrachte. Schlagartig fand meine Konzentration ein Ende. Jetzt wollte ich eigentlich nur noch halbwegs sauber ins Ziel laufen. Aber auch das gelang uns am heutigen Tag nicht, so dass wir an der letzten Verleitung scheiterten.
Trotzdem empfand ich unsere gezeigten Leistungen beachtenswert und respektabel, immerhin befinden wir uns gerade mal einige Monate in der Königsklasse. Mit der Gesamtplatzierung 36 reichte es trotz einem 4 Platz im Jumping leider nicht für die Teilnahme an der DHV Deutschen Meisterschaft. Wie in unserem Sport üblich, liegen Erfolg und Mißerfolg im Hauch einer Zehntelsekunde beieinander und so konnten wir mit den restlichen Startern bis zum Schluss mitfiebern und die Daumen drücken. Auch Kevin ,der Sohn von Marion Pohl, nach dem dem Jumping in Führung liegend, schaffte es nicht seine Funny ins Ziel zu bringen. (Marion führt Donna´s Zwingerschwester Cindy)
Gegen 17.00 Uhr konnte Präsidentin Christa Bremer die Sieger ehren und die tolle Veranstaltung mit Worten des Dankes an alle Beteiligten beenden.
Fotos: Rainer Piechotta & Beate Schnickmann- Piechotta
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