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Delia & Fay v.d. Schellenwiese

Donna & Peter schnuppern auf dem Nordseeturnier 2009

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Jedes Jahr auf´s Neue liegen mir Freunde & Bekannte mit dem Nordseeturnier in den Ohren. Da ich es nicht mehr hören konnte, haben wir uns in diesem Jahr kurzerhand dazu entschlossen beim Meldebeginn unsere Meldung abzugeben, um in diesem Jahr auch mal unser Glück in Sandstedt zu versuchen. Da wir aber weder ein Wohnmobil noch einen Wohnwagen unser Eigen nennen (bisher zumindest nicht) musste zumindest noch kurzfristig eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden werden.

Wir machten uns daher auf den Weg in die verbotene Stadt, um im Hause Decathlon noch ein wenig Geld für ein vernünftiges Zelt zu lassen. Schnell fiel unsere Wahl auf ein 6 Personenzelt, obwohl ich mir ja noch lieber ein wenig mehr Komfort gegönnt hätte. Diverses Kleinmaterial wie Luftmatratzen, Schlafsäcke und dergleichen durften natürlich nicht fehlen, und so verwundert es mich beim Bezahlen an der Kasse nicht, dass ein fetter dreistelliger Betrag zusammengekommen war.  

img_8813.jpgEs ist Donnerstag, der 28. Mai 2009 und nachdem alles Gepäck nebst zwei Hunden im Vectra verstaut ist, machen wir uns über die baustellenreiche A1 auf den Weg in Richtung Norden. Es ist kaum zu Glauben, ohne Stau stehen wir nur zweieinhalb Stunden später auf der anderen Weserseite und warten auf die Fähre die uns am heutigen Tag übersetzen soll zum Turnier der 450 Auserwählten. Während wir noch die zehnminütige Überfahrt bei einer Bockwurst genießen, beobachten wir das rege Treiben auf dem nahen Campingplatz direkt am Fähranleger; schauen uns dabei tief in die Augen und stellen mal wieder fest mit der Auswahl des anderen Campingplatzes wohl alles richtig gemacht zu haben. Dies bestätigt sich spätetsens, als der Vectra auf den fast leeren Campingplatz rollt.

img_8816.jpgIn unmittelbarer Nähe zur Wasser,- & Stromversorgung schlagen wir unser erst kürzlich erworbenes zu Hause aus Polyester mit PU-Beschichtung auf; man will ja schließlich auch im Urlaub auf keinen Luxus verzichten. Wir (ich) schwitzen ein wenig beim Aufbau des Zeltes, und während die Sonne hoch am Himmel steht und dabei unermüdlich auf uns niederscheint, werden die Getränke in der Kühltasche immer wärmer. Als wir alles stehen haben, betätige ich mich während des Wartens auf den heißersehnten Kühlschrank und den Grill, welche Helge auf seinem Anhänger mitbringen wollte, mit unserer Akkuluftpumpe als Superheld der Luftmatratzenaufblaser. "Wir hätten je Luftmatratze 1 Euro nehmen sollen", sage ich zu meiner Holden, während der Hammenser Caddy samt Anhänger und dem Kühlschrank für das Bier auf dem Campingplatz aufrollt.

Als wir wenige Minuten später auch das Zelt der beiden Hammer stehen haben entschädigt uns ein ausgiebiger Spaziergang mit unseren Schafhütern über den Deich, ein (zwei oder drei) saftiges Steak vom Grill, aber auch das eine oder andere kühle Schöfferhofer! Während ich nachts aufwache und den Gang zur Toilette antrete wird mir bewusst, dass es sinniger gewesen wäre das Zelt 50 Meter näher zu den sanitären Anlagen aufzuschlagen. Aber was solls, noch bin ich nicht inkonti.... und halte durch!

img_8855.jpgNach einem ausgiebigen Frühstück mit allem was das Herz begehrt aus unserem mitgebrachten Kühlschrank, machen wir uns mit unseren Hunden auf den 1,5 Km entfernten Weg entlang des Deiches zum Turnierplatz, denn schließlich begann um 08.00 Uhr die erste Parcourbegehung. Die etwas mehr als 110 Sportlern in der A3 Large stolpern dicht gedrängt durcheinander und ich dachte wieder so bei mir "warum tue ich mir das eigentlich an?" Bei näherer Betrachtung meiner Mitstreiter blicke ich jedoch in die vielen unterschiedlichen Gesichtsausdrücke und wusste sofort, dass ich hier einer der wenigen bin, die letzte Nacht überhaupt mehr als 5 Stunden geschlafen habe.

Als erstes wollte uns der "Oranje" Richter Adri van den Bosch mit einem Jumping den Tag vermiesen, was ihm bewusst oder unbewusst bei vielen gelang. Fehlerfrei am vorletzten Hindernis hatte wir schon einige heftige Passagen hinter uns, doch der Parcours ist erst mit dem Überschreiten der Ziellinie zu Ende. Doch für Donna und mich kam nun hier, kurz vor Schluss das "AUS"an einer durchgezogenen Welle! Schon sch... wenn man die Basics nicht beherrscht. Der  anschließende A-Lauf wurde von Johanna Allanach aus Dänemark gestellt. Sie stellte ebenfalls einen Parcour img_9302.jpgauf den grünen Rasen, der es in sich hatte. Viele Ecken, viele Kanten, insgesamt nicht schön für die Hunde zu laufen.  Wir kamen aber insgesamt sehr gut damit klar, lediglich an der A-Wand verfiel mein Steohrborder wieder einmal  in eine gute Hütestellung, die ich zumindest in diesem Moment nicht gebrauchen konnte. Also trrieb ich sie an und sie dankte es mir damit, dass sie vor der Kontaktzone absprang; was für ein A3 Hund! Etwas traurig waren wir schon über diesen einen dummen Fehler, denn nun mussten wir uns mit dem 26. Platz zufrieden geben, der bei Fehlerfreiheit für eine TopTen Platzierung gereicht hätte! Immerhin konnten wir abend noch das Ergebnis im Open feiern, welchen wir fehlerfrei mit dem 12 Platz absolviert hatten. Da wir nicht die einzigen waren die an diesem Abend etwas zu feiern hatten, viel entsprechend kurz die Nacht aus.

img_9485.jpgFrisch gestärkt und mit müden Knochen begaben wir uns abermals viel zu früh auf den Weg in den Ring zur ersten, morgendlichen Parcourbegehung mit gefühlten 150 - 200 Startern. H. Schjelderup, ebenfalls aus dem Goudatal nahe der Nordsee, hatte sich scheinbar über Nacht auf dem Platz ausgetobt, hörte ich einige Starter stöhnen. Ich fand, zumindest auf dem Papier, den Parcour zwar recht anspruchsvoll, allerdings machbar. So machten wir uns, ca. 2 Stunden später an den Start, um uns den Augen und Bewertungen des niederländischen Leistungsrichter zu stellen. Und er sah genau das, was ihr auf dem Foto mal wieder mit eigenen Augen sehen könnt; mein / unser Kontaktzonenproblem. Mit einem weiteren, völlig unnötigen Stangenabwurf am vorletzten Sprung reichte es aber immerhin noch für den 38 Platz in einem riesigen Teilnehmerfeld. Den Jumping konnten wir dann leider nicht mehr machen, denn mein Chef meinte, dass er unmöglich auf meine Dienste verzichten könne und beorderte mich kurzum zurück in die Heimat. Glücklicherweise hatten wir schon morgens das Zelt abgebrochen und alles verpackt. So schlugen wir um 14.00 Uhr in der Heimat auf.

Schade ist, dass es 2010 kein Nordseeturnier geben wird, wie mir Christian von den Hoppers berichtete. Aber 2011 sind wir, wenn wir gesund und munter bleiben, bestimmt wieder mit  dabei. Hier noch ein paar Eindrücke und Schappschüsse aus Iris ihrer Kamera. Wer sich wiederfindet darf mich gerne anmailen und ich sende ihm das Original zu! Zur Fotogalerie reicht ein Klick!

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